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Das Jahr wird älter.

Sonnenstunden kürzer.
Spätsommer: Erntezeit.
Und der Herbst erinnert:
Wir werden nicht jünger.

Die gepflanzt sind
im Hause des Herrn,
werden in den Vorhöfen
unseres Gottes grünen.
Und wenn sie auch alt werden,
werden sie dennoch blühen,
fruchtbar und frisch sein. (Psalm 92)

Es gibt unsere Zeit:
Da ist Vergehen und Älterwerden.
Und es gibt Gottes Ewigkeit:
Da ist unzerstörbare Lebenskraft.
Da blühen die Alten.
Da ist Frühling im Herbst.

Wir leben mit Vergänglichkeit.
Wir leben mit dem Tod.
Wir reden da nicht gerne drüber.
Im Radio gibt es 1000 Tipps für Gesundheit und Fitness.
Über Leben mit Krankheit
und über die "Kunst", als Sterbliche zu leben - 
da hören wir nicht viel.

Wer sich in die Ewigkeit gepflanzt weiß,
muss bei fallenden Blättern keine Angst bekommen.

Als Gemeinde Jesu,
im Hause Gottes -
da sollte ein Ort sein,
um sprechen zu können:
Über Ernte und Verlust.
Über Älterwerden und Ängste.
Über Schmerzen und Tod.

Wir Menschen gehören zu beiden Welten:
In die weltliche Zeit und in die göttliche Ewigkeit.

Gebet, Gesang, Gottesdienst, Gemeinschaft von Jung und Alt:
Das hilft uns hier schon, uns zu verwurzeln
im Vorhof der anderen Welt.

Gesegneten Spätsommer und Herbst!

Pfarrer Christoph Knack